Gemeinschaft

Kürzlich …

haben wir im Pfarreirat darüber gesprochen, wie Gemeinschaft gestärkt werden kann. Dass wir eine Gemeinschaft bilden, ist eigentlich von Jesus her eine klare Aufgabe. Gott gibt Begabungen, damit ich diese in eine Gemeinde hineinbringe. Jesus sammelt Jünger, damit diese miteinander Kirche sind. Wie wir eine Gemeinschaft bilden, ist dabei viel schwieriger. Wir Menschen sind oft so verschieden. Unterschiedlich sind die Erwartungen aneinander, unterschiedlich das Bedürfnis nach Gemeinsamen. Nach so viel Isolation im Zuge der Coronakrise tut es gut, etwas mehr an Gemeinschaft zu pflegen. Im Pfarreirat haben wir überlegt, es bräuchte wieder mehr Gelegenheiten, mal einen Kaffee, mal einen Tee miteinander im Stübli zu trinken. Das ist ein sehr guter, erster Schritt. Und dann stelle ich mir vor, dass daraus wieder eine Gemeinschaft erwächst, in der man sich gegenseitig kennt und schätzt, wo man zusammenhält und zusammenwirkt, mit starken gemeinsamen Erfahrungen und Erlegnissen, wo man lacht und Pferde stiehlt, eine tolle, wunderbare Gemeinschaft, die tolle, wunderbare Sachen anstellt … Okay, trinken wir erst einmal einen Kaffee;)

Jesus zentral

Kürzlich …
habe ich mir einen Beitrag eines Pastors angehört, der selbstkritisch meinte, in seiner Gemeinde sei bemerkt worden, dass alles Mögliche auf ihrer Homepage zu finden sei, aber sehr wenig von Jesus. Mich stört seit geraumer Zeit, dass oft eher die Kirche als Gebäude ins Zentrum gestellt wird, weniger die Kirche als Gemeinschaft. In der heutigen Medienlandschaft und für zeitgemässe Kommunikation ist das vermutlich ein Fehler: Nach vorne, in die Mitte, ins Zentrum gehört, was uns das Wichtigste ist. Und natürlich bleiben uns unser Kirchengebäude und unsere Gemeinde wichtig. Aber noch wichtiger bleibt Jesus Christus und alles soll sich ja auf ihn hin orientieren, was wir da so in der Kirche tun. Und ich habe den Eindruck, da werden wir noch mehr über die Bücher gehen müssen, dass wir als Kirche das in die Mitte stellen, was uns als Gemeinschaft das Wichtigste ist, und dass wir auch das nach vorne stellen, was man aussen zuerst an uns sehen soll. Also ein Perspektivenwechsel!

Oberstufenprojekt

Kürzlich …
haben wir begonnen in einer Oberstufenklasse ein Hungertuch zu gestalten. Das soll ab Aschermittwoch in der Kirche hängen. So ein Hungertuch soll auf ein Problem aufmerksam machen, und das diesjährige Motto ist «Klimagerechtigkeit jetzt». Dazu ist den Schülern viel eingefallen, von Greta über einen sterbenden Eisbären bis hin zum Elektroauto. Das sind in der Tat unsere Probleme heute. So ein Hungertuch soll uns allerdings nicht nur aufrütteln, sondern soll auch inmitten der Krise eine Hoffnung schüren, und unsere Hoffnung als Christen beruht letztlich auf Jesus Christus. Dazu ist den Schülern bislang nichts Besseres eingefallen, als einen grünen Jesus auf das Tuch zu malen. Ich lass mich also überraschen, wie das letzten Endes in der Kirche hängen wird. Was mich jetzt bereits freut ist erleben zu dürfen, wie Jugendliche kreativ einer Krise trotzen und nach vorne schauen. Danke.

Violett

Kürzlich …
haben wir von grün auf violett umgestellt. Egal, ob es sich um einen Briefkopf handelt, ein Aushang im unseren Schaukasten oder die Homepage der Pfarrei: zukünftig sieht es dort eher nach Lavendel aus. Hintergrund sind Arbeiten wegen den Homepages der Seelsorgeeinheit. Auch die Pfarrei Sennwald im hohen Norden benutzt gerne die Farbe Grün. Und Farben sind hier offensichtlich wichtig: sie erhöhen die Wiederkennbarkeit, sie unterstreichen auch die Eigenständigkeit von Pfarreianlässen, und irgendwann erscheinen verschiedenste Pfarreien der Seelsorgeeinheit wie ein schöner bunter Haufen. Gut, das ist wichtig für Image und Kommunikation und Werbung. Aber wirklich wichtig sind die Farben natürlich nicht. Wichtiger wäre, die Wiedererkennbarkeit würde durch unsere christliche Liebe als unser Kennzeichen gelingen. Gut wäre es auch, wenn wir unsere Eigenständigkeit im Ringen um den Glauben erreichen. Besser wäre, wir würden Gemeinschaft miteinander als Hoffnung und Chance sehen. Demgegenüber wirken alle Farben blass. Und dennoch: vielleicht pflanzen wir im Frühjahr ganz viel Lavendel rund um die Kirche herum;)