Die Pfarrei Bruder Klaus ist eine junge, den Fragen der Zeit zugewandte Kirchgemeinde. Seit ihrer Gründung 1946 bietet sie nach Sevelen zugezogenen Katholiken eine Heimat. 1950 erfüllte sich der Traum einer eigenen, kleinen Kirche. Das dem Schweizer Nationalheiligen geweihte Kirchlein ist ein heller und lichtdurchfluteter Raum mit heimeliger, warmer Atmosphäre. 1986 erhielt die Bruder Klausen Kirche mit dem „Stübli“ ein kleines, angebautes Pfarreiheim.

Die Industrie und Landwirtschaft am Ort Sevelen bietet vielen Neuzugezogenen einen Arbeitsplatz. Für längere oder kürzere Zeit leben Menschen unterschiedlicher Herkunft und Milieus in Sevelen. Die Pfarrei fördert Begegnungen der Dorfbewohner und vernetzt Menschen mit ähnlichen Bedürfnissen. Das Leben der Pfarrei tragen unterschiedliche Gruppen und Vereine, in der junge und alte Menschen ihren Platz finden: Kirchenverwaltungs- und Pfarreirat, kath. Mütter-und Frauengemeinschaft, Kirchenchörli, Lektoren, Ministranten, Krabbelgruppe Wichtelstübli, ökumenische Chinderfiir, ökumenischer Seniorenspielnachmittag, Besuchergruppe für ältere Menschen, Samichlausgruppe, Gruppe Solidarität für eine Welt Buchs-Grabs-Sevelen, Frauentreff für Ausländerinnen. Besonders am Herz liegen der Pfarrei Kinder und Jugendliche, für die verschiedene Projekte angeboten werden.

Die Pfarrei Bruder Klaus ist eine von drei Kirchgemeinden am Ort. Tradition hat in Sevelen eine gute ökumenische Zusammenarbeit mit der reformierten und evangelisch-methodistischen Kirche, die den Menschen am Ort dient. In sich gegenseitig wertschätzender Atmosphäre wirken die drei Seveler Kirchgemeinden in einer Vielzahl von gemeinsamen Gottesdiensten und Veranstaltungen zusammen.

Der Schutzpatron der Pfarrei, Bruder Klaus, wirkte als mystischer und deswegen auch als politischer Mensch. Im 21. Jahrhundert in der Zeit der Globalisierung umfasst Politik eine globale Dimension. Die Pfarrei fördert, nach dem Grundsatz lokal handeln, global denken Entwicklungen, die für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung Verantwortung übernehmen. Die Pfarrei unterstützt kontinuierlich Hilfsprojekte in verschiedenen Ländern. Im Religionsunterricht und in der jährlichen Fastenkampagne richtet sich der Fokus auf soziale und ökologische Fragen der Globalisierung aus christlicher Perspektive.